Erdbestattungen
Reerdigung
MEINE ERDE – Eine würdige und nachhaltige Form der letzten Ruhe
Bei Abschied Bestattungen wissen wir, wie tief der Abschied vom Leben bewegt und berührt. Für viele Menschen ist es ein wichtiger Wunsch, auch im Tod einen Bezug zur Natur zu bewahren und einen letzten Ort zu hinterlassen, der im Einklang mit den eigenen Werten steht.
Mit einer neuen Bestattungsform, der so genannten Reerdigung, wird der Wunsch, Teil des Kreislaufs der Natur zu sein und mit ihr im Einklang verbunden zu bleiben, auf eine sanfte, würdevolle, nachhaltige und ökonomische Art möglich.
Durch die kooperative Zusammenarbeit mit unserem Partnerinstitut und Anbieter für Reerdigung „MEINE ERDE“ können wir diese alternative Form der Abschiednahme unseren Kunden anbieten.
Unser Anliegen
Abschied Bestattungen möchte Ihnen diese Alternative zu den klassischen Bestattungsformen anbieten, denn eine Reerdigung ist eine mögliche Entscheidung für die letzte Reise mit Respekt, Verantwortung und Liebe zur Natur. Menschen, die sich bewusst für diesen Weg des Abschiedes entscheiden, bietet diese Form der Bestattung eine würdevolle Lösung, die im Einklang mit eigenen Überzeugungen steht.
Wenn Sie mehr über Reerdigung erfahren möchten oder eine persönliche Beratung wünschen, sprechen Sie uns gerne an.
Was ist eine Reerdigung?
Als Alternative zu den bisher bekannten, klassischen Bestattungsarten Erd- und Feuerbestattung, folgt die Bestattung der Reerdigung (Rückführung als Erde als Ritual der Bestattung) den Gesetzen der Natur, indem der menschliche Körper mithilfe von Mikroorganismen innerhalb von 40 Tagen auf natürliche Weise- ohne Chemikalien oder Insekten zersetzt und zu fruchtbarer Erde umgewandelt wird.
Dazu wird der verstorbene Körper, unbekleidet in einen mit Stroh, Heu, Blumen und etwas Pflanzenkohle gefüllten, sargähnlichen Behälter, den sogenannten „Kokon“, zur Ruhe gebettet und mit denselben Naturmaterialien, sorgfältig und vollständig zugedeckt. Dabei besteht auch die Möglichkeit persönliche, vergängliche „Sargbeigaben“ beizugeben.
Nachdem der Kokon verschlossen wurde, wird dieser in eine Vorrichtung gestellt, die sich „Warbe“ nennt. Dort verbleibt der Korkon 40 Tage lang, wo er unter Zufuhr von Sauerstoff und Feuchtigkeit sanft hin- und hergewiegt wird. Durch die Mikroorganismen, die im menschlichen Körper und in den pflanzlichen Materialien enthalten sind, wird auf natürliche Art eine Temperatur von ca. 70 °C erreicht, die über Sensoren am Kokon permanent überwacht wird. Dadurch wird die Transformation des Körpers zu Erde verlässlich sichergestellt.
Nach Ablauf der 40 Tage werden noch verbleibende Knochenbestandteile ausgelesen, verfeinert und der Erde wieder beigegeben.
Für die Überführung zum Friedhof wird diese Erde dann in ein Naturfasertuch eingeschlagen und in einem Transportsarg zur Beisetzungsstelle gebracht. Anschließend wird sie in ein Grab, welches lediglich 70 cm unterhalb der Grasnarbe ausgehoben wurde, gegeben. Damit ist gewährleistet, dass die in der Erde gebundenen Nährstoffe neues Pflanzenleben, wie z. B. gepflanzte Lieblingsblumen des Verstorbenen, gedeihen lassen können. Damit ist der Kreislauf der Natur perfekt abgerundet.
Eine Abschiednahme ist sowohl in unseren Räumlichkeiten vor Ort, als auch bei der Einbettung in den Kokon im Alvarium, dem Gebäude in dem die Warben stehen, möglich. Dabei können An-und Zugehörige das Ritual der Bedeckung selbstständig vornehmen und den Abschied auch durch persönliche und vergängliche „Sargbeigaben“ mitgestalten. Eine Trauerfeier kann sowohl bei der Einbettung in unserem Abschiedsraum oder im Alvarium als auch am Tage der Beisetzung auf dem Friedhof stattfinden.
STERNENKINDER- UND KINDERBESTATTUNGEN
Wie kann ich in einer so unvorstellbaren Situation voller Schmerz und Ohnmacht Entscheidungen treffen?
Wie kann ich mich verabschieden, wie eine Bestattung planen?
Wir sind an Ihrer Seite.
Niemand kann Ihnen den Schmerz nehmen, es gibt nichts was gesagt oder getan werden kann damit sich jetzt irgendetwas wieder „richtig“ oder „gut“ anfühlt. Aber wir können an Ihrer Seite sein, zuhören, gemeinsam mit Ihnen herausfinden, wie Sie sich von Ihrem Kind verabschieden wollen. Dabei möchten wir Ihnen das ermöglichen, was viele betroffene Eltern als besonders wichtig beschreiben: Zeit.
Gerade wenn ein Kind noch vor der Geburt verstirbt, ist das Abschiednehmen die Zeit, die den Eltern mit Ihrem Kind bleibt. Auf Wunsch überführen wir Ihr Kind nach Hause, wenn Sie im vertrauten Umfeld zusammensein wollen. Genauso bieten wir Ihnen die Möglichkeit, in unseren Räumen eine Abschiednahme zu gestalten, den Sarg oder die Urne zu bemalen und alle Mitgestaltungsmöglichkeiten zu nutzen, die Ihnen wichtig sind.
Binden Sie gerne Geschwisterkinder, Großeltern, Familie und Freunde mit ein und schaffen Sie gemeinsam Erinnerungen. Die Trauerfeier gestalten wir ganz nach Ihren Wünschen: nur im kleinen Familienkreis oder groß mit Freunden und Bekannten, es darf laut und bunt sein oder leise und intim, kirchlich gestaltet mit einem Pastor oder mit einer Rede von Ihnen, von Freunden, von uns oder einer anderen Trauerrednerin.
Vielen Eltern ist es wichtig zu wissen, welche Kosten auf sie zukommen. Es gibt keine einheitliche Antwort darauf, was eine Bestattung kostet. Vieles hängt davon ab, was Sie sich wünschen, welche Aufgaben die Bestatterin übernimmt und wo Ihr Kind beigesetzt wird. Wir beraten Sie von Anfang an individuell und transparent zu allen Kostenpunkten und beantworten Ihre Fragen!
Trauerbegleitung und Netzwerke für verwaiste Eltern und Sternenkindeltern
Wir arbeiten in einem großen Netzwerk mit anderen BestatterInnen, TrauerbegleiterInnen, RednerInnen, ÄrztInnen, PsychologInnen zusammen. In unserer Region gibt es viele Anlaufstellen und Unterstützungsangebote und wir vermitteln Ihnen gerne hilfreiche Kontakte.
Besondere Beisetzungsorte für Kinder und Sternenkinder
Auf einigen Friedhöfen gibt es Sternenkinderfelder. Um die Beisetzung und die Pflege der Grabstellen kümmern sich Kliniken oder Gemeinden. An bestimmten Tagen im Jahr, gibt es an einigen Orten Gemeinschaftsbeisetzungen, zu denen alle Eltern, Freunde und Angehörige eingeladen sind, um gemeinsam Abschied von ihren verstorbenen Kindern zu nehmen.
Bremen
Auf dem Friedhof Huckelriede gibt es einen Sternenkinderplatz. Vier Mal im Jahr findet hier eine ökomenische Trauerfeier und Gemeinschaftsbeisetzung statt. Den Eltern entstehen keine Kosten.
Seit 2020 gibt es auf dem Huckelrieder Friedhof außerdem ein Kindergräberfeld. An diesem schön gestalteten Ort können sowohl Särge als auch Urnen beigesetzt und die Grabstellen von Eltern und Anghörgen individuell gestaltet werden.
Verden
Auf dem Waldfriedhof in Verden gibt es eine Grabfläche für Sternenkinder. Vier Mal im Jahr findet hier eine Trauerfeier und Gemeinschaftsbeisetzung statt. Den Eltern entstehen keine Kosten. Für Kinder und individuell bestattete Babys gibt es ein extra Feld.
Kirchlinteln
Im RuheForst Kirchlinteln gibt es für Sternenkinder ein „Regenbogenbiotop“. Den Eltern entstehen keine Kosten. Sollte ein anderer RuheForst in Ihrer Nähe sein, infomieren wir Sie gerne über die Beisetzung für Sternenkinder, Die meisten RuheForste haben ein „Regenbogenbiotop“.
Delmenhorst
Auf dem Friedhof Bungerhof gibt es ein Sternenkinderfeld und es finden regelmäßig gemeinschaftliche Trauerfeiern statt.
Achim
Auf dem Friedhof der St.-Laurentius-Kirchengemeinde gibt es ein Sternenkinderfeld. Die Eltern zahlen lediglich die Beisetzungskosten (90,-)
Nienburg
Hier gibt es auf dem Friedhof am Kräher Weg ein Sternenkinderfeld und es finden Gedenkandachten statt. Den Eltern entstehen keine Kosten.
Lunsen (Thedinghausen)
Hier gibt es ein Urnenfeld für Sternenkinder. Die Bestattungen sollen weitestgehend kostenfrei für betroffene Familien angeboten werden.
Harpstedt
2017 entschloss sich der Hospizverein der Samtgemeinde Harpstedt eine Gedenkstätte für Sternenkinder zu errichten. Auf dem Friedhof gibt es den „Sternengarten“: einen besonderen Gedenkort für Sternenkinder.
Ganderkesee
Auf dem Friedhof in Ganderkesee gibt es einen Grabplatz für Sternenkinder, der vom Hospizverein Ganderkesee initiiert wurde.
Friedwald Bremer Schweiz
Hier gibt es einen Sternschnuppenbaum, an dem Kinder, die bis zum dritten Lebensjahr verstorben sind, beigesetzt werden können. Der Erwerb der Grabstelle ist kostenlos. Die Angehörigen zahlen die Beisetzungskosten von 350,-. Sollte ein anderer Friedwald in Ihrer Nähe sein, infomieren wir Sie gerne über die Beisetzung für Sternenkinder, alle Friedwälder haben einen Sternschnuppenbaum.

